Zusammenfassung

Zusammenfassung der Projekte

Für diejenigen, die sich den Entwicklungsablauf und die technischen Details bei der Entwicklung nicht antun wollen/können, habe ich hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Details vorgenommen.

Ganganzeige Version 3

Dies ist die weiterentwickelte Ganganzeige, die der ursprünglichen Version V1 entstammt, in der Version V3 und ist als Endprodukt anzusehen. Sie war lange bei mir in der SV eingebaut und ist in vielen SVs bereits eingebaut worden. Ich nehme mal an zur Zufriedenheit der Besitzer.

Anmerkung: Da ich etwas besonderes haben wollte, was nicht jeder hat, habe ich eine V4 entwickelt. Das ist im Prinzip eine "aufgebohrte" V3, die allerdings dann auch Eingriffe am Motor erfordert. Das ist nicht für eine Kleinserie und deshalb gibt es auch nur diese Eine. siehe GA V4

Funktionen:
- Ganganzeige mit Fehleranzeige
- Motorlaufanzeige (dient hauptsächlich der Lichtsteuerung)
- Schaltblitz (optional) für den sportlichen Fahrer, der die SV auch auf der Rennstrecke bewegt.
- Scheinwerfersteuerung (optional)
- Umgebungshelligkeitssteuerung der Anzeige
- Tag/Nacht-Umschaltung des Schaltblitzes (tags länger - nachts kürzer)

Im Unterschied zu GA V1 und V2 besitzt diese GA nun einen Schaltregler als Stromversorgung, der die Wärmeerzeugung der Spannungserzeugung deutlich minimiert.
Ebenfalls neu ist die Erzeugung der Drehzahlsignale. Diese werden nun aus den Signalen des Kurbelwellenpositionssensors gewonnen. Im Gegensatz zum vorherigen Abgriff des Primärstromkreises der Zündung ist das deutlich "ungefährlicher" und vor allem präziser.

Um dem Thema Spannungsschwankungen am Gangsensor an den Kragen zu gehen, habe ich mich vom alleinigen Umbau des Tachos abgewandt. Die Konzeption der Elektronik in der ECU der Firma DENSO ist hier einfach zu "tolerant", als dass man zuverlässig und für jedes Motorrad (nicht nur die Dienstag bis Freitagsmotorräder - also auch die Montagsteile) eine sicher und vor allem richtig anzeigende Ganganzeige bekommt. Darüber hinaus ist die Kontaktqualität des Gangsensorschalters wegen unterschiedliche Einflüsse (Öl, Temperatur, Korrosion) an sich nicht stabil. Demzufolge habe ich den elektrischen Schaltplan des Motorrades an dieser Stelle etwas verändert. Da das Mapping der ECU nach meinen Informationen nicht weiter ausgewertet wird, bekommt die ECU nun nur noch zwei Zustände übermittelt. Gang drin oder eben nicht. Diese Aufgabe übernimmt eine kleine Elektronik. Andernorts wird so etwas G-Pack genannt. Meist ist jedoch nur ein zusätzlicher Widerstand verbaut, der der ECU einen höheren Gang vorgaukeln soll.
Die von mir eingesetzte Schaltung ist nicht einfach nur ein G-Pack, sondern die ECU erhält im Leerlauffall tatsächlich den vorgesehenen Spannungswert für den Leerlauf. Es gibt damit keine Veränderung gegenüber Serie bei der Einhaltung der geforderten Abgasnorm im Leerlauf.
Für den Fahrbetrieb wird der ECU ein fest eingestellter Gang vorgegaukelt. Bei den SVs genügt es, eine Sensorspannung für den vierten Gang einzustellen. Dieser Gang ist keinen Begrenzungen unterworfen. Die anderen Gänge sind es ebenfalls nicht, soweit vergleichende Messungen mit und ohne G-Pack auf Prüfständen das ergeben haben.

Die Lichtsteuerung ist ein recht sinnvolles Feature. Die SVs verfügen über keinen Lichtschalter. So macht es Sinn, dass die Scheinwerfer während der Anlassphase nicht in Betrieb sind. Diese Funktion beseitigt zugleich einen erheblichen Schwachpunkt in der Elektrik der SV - die Überlastung des Steckverbinders vom Zündschloss (in Fachkreisen der "grüne Stecker"). Es gibt eine ganze Reihe von SV-Fahrern, die deswegen mit gelben Abholtaxis nach Hause fahren mussten.

Heizgriffsteuerung

Die Heizgriffsteuerung ist nicht nur auf die Suzuki SV zugeschnitten. Sie ist universell für alle Motorräder entworfen worden. Der standardmäßige simple Stufenschalter, der den Heizgriffen beiliegt, wird durch eine komplexe Steuerung ersetzt, die noch Zusatzfunktionen mitbringt. Sie ist erprobt und in einer kleinen Serie im Umlauf. Auch an meiner SV ist sie seit Jahren in Betrieb.

Mit Hilfe der Steuerung kann man nun die Heizgriffe in 15 Stufen zwischen 0 und 60 % Heizleistung einstellen. Eine automatische Startheizphase erwärmt die Griffe mit 100% Leistung und schaltet dann automatisch auf den Normalbetrieb. Danach kann man sich die gewünschte Wärme individuell einstellen. Durch die Wahl einfacher symbolischer Farben der Bedienelemente (rot/blau) braucht man keinerlei Anleitung um die Griffheizung zu bedienen.
Der eingebaute Prozessor prüft nebenbei die Bordspannung. Sowohl Über- als auch Unterspannung werden ständig geprüft und angezeigt. Bei Eintreten eines Über- oder Unterspannungsfehlers an der Elektrik des Motorrades können die Heizgriffe aus Sicherheitsgründen nicht gestartet oder betrieben werden.
Die integrierte LED-Zeile signalisiert den jeweiligen Zustand durch leuchtende LEDs bei normalem Betrieb oder blinkenden Signale bei Warnungen. Im normalen Betrieb gehen die LEDs nach einer kurzen Zeit aus um den Fahrer nicht abzulenken. Ein kurzer Druck auf eine Taste zeigt den Status bei Bedarf wieder an und lässt Änderungen der Einstellung zu.